Vom 30. bis 31. Mai 2026 wird am Nordost-Institut in Lüneburg die 78. Jahrestagung der Baltischen Historischen Kommission (BHK) unter dem Titel „Das Baltikum als Raum für Netzwerke: Die Bildenden Künste im 19. und 20. Jahrhundert“ stattfinden.

Mit mehr als 130 Mitgliedern ist die BHK die wichtigste Vereinigung zur Erforschung und Vermittlung der baltischen Geschichte aus deutscher Perspektive. Historikerinnen und Historiker sowie Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker aus vier Ländern werden aktuelle Forschungsergebnisse, Fragestellungen und Herausforderungen zur Geschichte der bildenden Künste und künstlerischen Netzwerke im Baltikum diskutieren. Darüber hinaus werden drei Historiker eingeladen, ihre neuesten Forschungen zur baltischen Geschichte vorzustellen.

In seinem Vortrag „Re-examining the Life and Work of Zacharias Stopius (ca. 1540–1593/94)“ wird der wissenschaftliche Mitarbeiter des Projekts „Kontakt, Übergang, Wandel: nobilitas haereditaria ac litteraria in der Herausbildung der frühneuzeitlichen Literatur im polnischen und schwedischen Livland“, Viktors Dāboliņš, Leben und Wirken des livländischen Humanisten und Arztes Zacharias Stopius (ca. 1540–1593/94) vorstellen. Dabei wird er für eine kritischere und vielfältigere Rezeption dieser Persönlichkeit plädieren, die auf einer eingehenderen Auswertung von Archivquellen und Forschungsliteratur beruht. Der Vortrag spiegelt einige Forschungsergebnisse wider, die im Sammelband „Handbuch Adel und Literatur in den frühneuzeitlichen baltischen Landen. Band 1: Adelige Autoren im Porträt“ (Berlin–Münster 2026) veröffentlicht werden. Das Werk versammelt exemplarische Biographien literarisch tätiger Adliger aus dem frühneuzeitlichen Livland.

Das Tagungsprogramm

Bereits vor der Tagung werden in Lüneburg die Vorstandssitzung und die Mitgliederversammlung der Baltischen Historischen Kommission stattfinden. Martin Klöker wird als Mitglied des erweiterten Vorstands an beiden Sitzungen teilnehmen.